Transferhub Digitalisierung & Circular Economy im Prosperkolleg

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By Kathrin Maistrak,

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind längst entscheidende Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen. Doch gerade kleinen und mittleren Betrieben fehlt oft die Zeit oder das passende Know-how, um sich mit neuen Technologien und der Circular Economy auseinanderzusetzen.

Der Transferhub Digitalisierung & Circular Economy im Prosperkolleg unterstützt Unternehmen aus dem nördlichen Ruhrgebiet dabei, diese Herausforderungen praxisnah anzugehen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufzubereiten und gemeinsam mit Unternehmen konkrete Lösungen für die betriebliche Praxis zu entwickeln. Die Angebote sind kostenfrei und richten sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen.

Das Projekt Transferhub Digitalisierung & Circular Economy im Prosperkolleg wird durchgeführt von der Hochschule Ruhr West und dem Prosperkolleg e.V. und im Rahmen des EFRE/JTF-Programms 2021–2027 von der Europäischen Union und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW gefördert.

Wissen für die Praxis

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und resilientes Wirtschaften. Unternehmen erhalten Einblicke in innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Virtual Reality, Blockchain oder den Digitalen Produktpass und erfahren, wie diese sinnvoll im eigenen Betrieb eingesetzt werden können.

Learning Hub – Wissen flexibel aufbauen

Mit dem Learning Hub bietet der Transferhub interaktive Lernangebote rund um Digitalisierung und Circular Economy. Unternehmen erfahren unter anderem,

  • wie Digitalisierung nachhaltiges und zirkuläres Denken fördert
  • wie sie Transparenz in Lieferketten schafft
  • wie sie Kreisläufe schließt

Werden Sie fit für die Twin Transition www.transferhub.nrw/learninghub/

Kreislaufcheck für Handwerksbetriebe

Mit dem Kreislaufcheck analysieren Expertinnen und Experten gemeinsam mit Handwerksbetrieben den aktuellen Stand im Unternehmen. Innerhalb von rund 45 Minuten werden bestehende Potenziale identifiziert und konkrete Ansätze für mehr Ressourceneffizienz und wirtschaftliche Vorteile aufgezeigt.

Machen Sie den Check www.transferhub.nrw/handwerk/#kreislaufcheck

Zukunftskompetenzen stärken

Mit der Kreislaufwerkstatt Handwerk richtet sich der Transferhub gezielt an Nachwuchskräfte. Diese erwerben Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft und setzen Maßnahmen direkt im eigenen Betrieb um. So profitieren sowohl die Mitarbeitenden als auch die Unternehmen von neuem Wissen und praktischen Lösungen.

Bis zum 14.08. anmeldenwww.transferhub.nrw/handwerk/#kreislaufwerkstatt

Austausch und Vernetzung

Regelmäßige Veranstaltungen bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich mit Fachleuten, Forschungseinrichtungen und anderen Betrieben auszutauschen. Ob Workshops oder Barcamps – der Transferhub schafft Raum für neue Ideen und gemeinsame Innovationen.
Die nächsten Veranstaltungen:

17.09.2026, 12 – 17 Uhr – Künstliche Intelligenz für eine nachhaltige Zukunft

Blicken Sie im kreativen Barcamp-Format auf die Chancen und Herausforderungen, die die gleichzeitige Transformation hin zu mehr Digitalisierung und Nachhaltigkeit mit sich bringt. Wir laden Sie ein, Ihre Fragen, Ideen und Innovationen einzubringen und gemeinsam an der Hochschule Ruhr West in Bottrop zu diskutieren. Werden Sie Teil der Circular Economy Communityhttps://gstoo.de/barcamp26-KI

13.10.2026, 17:30-20:30 Uhr – Angebote des Prosperkolleg West und der HRW

Lernen sie die Angebote für Dorstener Unternehmen kennen und tauschen sich mit gleichgesinnten Unternehmern aus. Eine gemeinsame Veranstaltung mit Sag Ja zu Dorsten und der WINDOR

04.11.2026, 10:00 – 12:30 Uhr – Der Digitale Produktpass – Einstieg in die neue EU-Regulatorik

Der Digitale Produktpass ist ein zentrales Zukunftsthema für Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft. Er bündelt zentrale Informationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus und bietet damit Chancen für mehr Transparenz, Effizienz und Vertrauen in Lieferketten bei weniger Bürokratie. Dafür bedarf es in Unternehmen eine gute Vorbereitung der relevanten Daten. Wir bieten Ihnen einen praxisnahen Einstieg. Gehen Sie die Regulatorik frühzeitig und strukturiert an– Anmeldelink folgt

Gerne informieren wir Sie über den Transferhub Digitalisierung & Circular Economy und weitere Angebote, die Ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen und freuen uns auf die Veranstaltungen mit ihnen!

Fachkräftemangel: Mit dem Qualifizierungschancengesetz neue Potenziale entdecken

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By Kathrin Maistrak,

Fachkräfte fehlen? Vielleicht arbeiten sie bereits in Ihrem Unternehmen.

Viele Unternehmen in Dorsten kennen die Situation: Offene Stellen bleiben monatelang unbesetzt und gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualifikation, Digitalisierung und Spezialisierung.

Der klassische Weg über Stellenausschreibungen reicht häufig nicht mehr aus. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen stehen im Wettbewerb mit großen Arbeitgebern und haben es zunehmend schwer, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

Dabei liegt die Lösung häufig näher, als viele vermuten.

Anstatt ausschließlich nach neuen Fachkräften zu suchen, lohnt sich der Blick auf das eigene Unternehmen. Mitarbeitende, Quereinsteiger oder Menschen ohne anerkannten Berufsabschluss verfügen oft über großes Entwicklungspotenzial. Mit der richtigen Weiterbildung können aus motivierten Beschäftigten qualifizierte Fachkräfte werden.

Genau hier setzt das Qualifizierungschancengesetz (QCG) an. Es unterstützt Unternehmen dabei, Beschäftigte gezielt weiterzubilden und übernimmt – abhängig von den Voraussetzungen – einen erheblichen Teil der Weiterbildungskosten sowie des Arbeitsentgelts während der Qualifizierung.

Was ist das Qualifizierungschancengesetz?

Das Qualifizierungschancengesetz wurde geschaffen, um Beschäftigte auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen.

Das Ziel ist einfach: Nicht erst neue Fachkräfte suchen – sondern vorhandene Potenziale entwickeln.

Gefördert werden unter anderem:

  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
  • Quereinsteiger
  • Mitarbeitende mit Anpassungsbedarf
  • Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen
  • Beschäftigte, deren Tätigkeiten sich durch Digitalisierung verändern

Welche Förderungen sind möglich?

Je nach Unternehmensgröße, Art der Weiterbildung und individuellen Voraussetzungen können Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt teilweise oder sogar vollständig gefördert werden. Welche Förderung im Einzelfall möglich ist, entscheidet die Agentur für Arbeit.

Nicht immer ist eine komplette Umschulung notwendig. Oft reichen einzelne Teilqualifikationen aus, um Mitarbeitende für neue Aufgaben fit zu machen.

Welche Rolle spielt das Bildungszentrum Blume?

Gerade bei komplexen Förderprogrammen kann eine fachkundige Begleitung den entscheidenden Unterschied machen.

Das Bildungszentrum Blume in Dorsten begleitet Unternehmen unter anderem bei:

  • Analyse geeigneter Fördermöglichkeiten
  • Auswahl passender Qualifizierungsziele
  • Entwicklung individueller Weiterbildungskonzepte
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Organisation und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen

Dadurch reduziert sich der organisatorische Aufwand für Unternehmen erheblich.

Fazit: Fachkräftemangel aktiv begegnen statt nur reagieren

Der Fachkräftemangel wird Unternehmen in Dorsten auch in den kommenden Jahren begleiten. Umso wichtiger ist es, neue Wege der Personalentwicklung zu nutzen. Das Qualifizierungschancengesetz bietet die Chance, vorhandene Potenziale gezielt zu fördern, Mitarbeitende weiterzuentwickeln und langfristig qualifizierte Fachkräfte im eigenen Unternehmen aufzubauen.

Wer Fördermöglichkeiten frühzeitig prüft und strategisch in Weiterbildung investiert, stärkt nicht nur sein Team, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Das Bildungszentrum Blume kann dabei mit seiner Erfahrung in der Förderberatung, Qualifizierungsplanung und Antragstellung als regionaler Partner unterstützen – ohne dass der Fokus von der eigentlichen Aufgabe abweicht: Fachkräfte nachhaltig zu entwickeln und vorhandene Potenziale bestmöglich zu nutzen.

Weiterführende Informationen & Ansprechpartner

Möchten Sie prüfen, ob Ihr Unternehmen oder Ihre Mitarbeitenden von einer Förderung profitieren können? Dann helfen Ihnen diese offiziellen Stellen und unser regionaler Ansprechpartner weiter:

Bildungszentrum Blume

Gemeinsam lässt sich prüfen, welche Qualifizierungsmaßnahmen sinnvoll sind und welche Förderprogramme für Ihr Unternehmen infrage kommen.

bildungszentrum-blume.de 

Bundesagentur für Arbeit

Informationen zum Qualifizierungschancengesetz, Fördervoraussetzungen und Ansprechpartner für Unternehmen.

Arbeitsagentur

 

Wirtschaftsforen 2026: Zukunftsthemen für Unternehmen in Dorsten

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By Kathrin Maistrak,

Der Austausch über Zukunftsthemen, praxisnahe Informationen und neue Impulse – genau dafür stehen die Wirtschaftsforen Dorsten.

Nach unserer erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr, bei der das Thema „Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung“ im Mittelpunkt stand, wird das Format auch in diesem Herbst fortgeführt. Erneut greifen wir gemeinsam mit starken Partnern Themen auf, die Unternehmen zunehmend beschäftigen und Orientierung für aktuelle Herausforderungen bieten.

Mit internationalen Fachkräften und dem Digitalen Produktpass stehen in diesem Jahr zwei Themen auf der Agenda, die viele Betriebe bereits heute betreffen und in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Die Wirtschaftsforen der WINDOR bieten dabei bewusst einen praxisnahen Einstieg. Sie informieren über aktuelle Entwicklungen, zeigen erste Lösungsansätze auf und bringen Unternehmen mit den richtigen Ansprechpartnern zusammen. Die Veranstaltungen bilden gleichzeitig den Auftakt für eine weiterführende Begleitung durch die jeweiligen Netzwerkpartner, sodass Unternehmen auch über das Wirtschaftsforum hinaus Unterstützung erhalten.

Wirtschaftsforum am 25. September: Internationale Fachkräfte beschäftigen: Wissen, Chancen, erste Schritte

Der Fachkräftemangel gehört zu den größten Herausforderungen vieler Unternehmen. Gleichzeitig wächst das Interesse an internationalen Fachkräften als Teil einer langfristigen Personalstrategie.

Doch häufig stellen sich zunächst grundlegende Fragen:

  • Wie gelingt der Einstieg?
  • Welche Möglichkeiten gibt es?
  • Welche Erfahrungen haben andere Unternehmen bereits gemacht?
  • Welche Herausforderungen kommen tatsächlich auf Unternehmen zu?

Das Wirtschaftsforum am 25. September von 9:30-11:30 Uhr bietet einen ersten Überblick über das Thema. Verantaltet von der WINDOR gemeinsam mit dem Welcome Service Center Nördliches Ruhrgebiet erhalten Unternehmen praxisnahe Einblicke in die Beschäftigung internationaler Fachkräfte. Neben Impulsen zur aktuellen Entwicklung des Fachkräftemarktes erwarten die Teilnehmenden Best-Practice-Beispiele aus Dorstener Unternehmen sowie die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, Orientierung zu geben und erste Wege aufzuzeigen – unabhängig davon, ob sich Unternehmen bereits mit dem Thema beschäftigen oder erst erste Überlegungen anstellen.

Wirtschaftsforum am 4. November: Der Digitale Produktpass

Ein weiteres Zukunftsthema steht Anfang November im Mittelpunkt.

Mit der neuen EU-Ökodesign-Verordnung wird der Digitale Produktpass (DPP) schrittweise für zahlreiche Produktgruppen verpflichtend. Er bündelt Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus – von der Herkunft über Materialzusammensetzung bis hin zu Reparatur, Wartung und Recycling – und schafft damit mehr Transparenz entlang der Lieferkette. Gleichzeitig unterstützt er Unternehmen dabei, Reportingpflichten effizienter zu erfüllen und Prozesse zu vereinfachen.

Viele Unternehmen fragen sich bereits heute, welche Auswirkungen die neue Regulatorik auf ihre Produkte und Prozesse haben wird.

Gemeinsam mit dem Prosperkolleg und der VHS Dorsten geben wir beim Wirtschaftsforum in den Räumlichkeiten der VHS am 4. November von 10:30-12:30 Uhr einen praxisnahen Einstieg in das Thema. Ziel ist es, die Anforderungen verständlich einzuordnen, erste Umsetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Unternehmen eine Orientierung für die nächsten Schritte zu geben.

Save the Date

Wirtschaftsforum Dorsten

25. September | 09:30–11:30 Uhr

Internationale Fachkräfte beschäftigen – Wissen, Chancen, erste Schritte
Gemeinsam mit dem Welcome Service Center nördliches Ruhrgebiet

Wirtschaftsforum Dorsten

4. November | 10:30–12:30 Uhr

Der Digitale Produktpass – Einstieg in die neue EU-Regulatorik
Gemeinsam mit dem Prosperkolleg und der VHS Dorsten

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ob Fachkräftesicherung oder neue gesetzliche Anforderungen – Unternehmen stehen heute vor vielfältigen Veränderungen. Die Wirtschaftsforen Dorsten greifen diese Entwicklungen auf und schaffen Raum für Information, Austausch und neue Perspektiven.

Merken Sie sich die Termine bereits jetzt vor und nutzen Sie die Gelegenheit, aktuelle Zukunftsthemen kompakt kennenzulernen und mit Fachleuten sowie Unternehmen aus der Region ins Gespräch zu kommen. Anmeldungs-Links werden zeitnah auf unserer Seite veröffentlicht.

WINDOR EnergieTisch: Alternative Antriebe im Schwerlastverkehr& ÖPNV

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By Kathrin Maistrak,

Steigende Energiekosten, verschärfte Klimaziele, neue gesetzliche Vorgaben und der zunehmende Fachkräftemangel stellen Unternehmen im Transport- und Logistikbereich vor große Herausforderungen. Gleichzeitig entwickelt sich der Markt für alternative Antriebe rasant weiter. Während batterieelektrische Lkw mittlerweile im Alltag vieler Unternehmen angekommen sind, gewinnen auch Wasserstoff und Bio-LNG zunehmend an Bedeutung.

Die entscheidende Frage lautet dabei nicht mehr, ob sich Unternehmen mit alternativen Antrieben beschäftigen sollten, sondern welche Technologie zum eigenen Einsatzprofil passt.

Genau diesem Thema widmete sich der WINDOR EnergieTisch am 20. Mai 2026 im Bürgerbahnhof Dorsten. Vertreter aus Wirtschaft, Logistik und Energieversorgung diskutierten gemeinsam aktuelle Entwicklungen, Erfahrungsberichte aus der Praxis sowie zukünftige Infrastrukturprojekte in der Region.

Der EnergieTisch zeigte dabei deutlich: Es gibt nicht den einen perfekten Antrieb für alle Anwendungen. Vielmehr kommt es darauf an, den eigenen Fuhrpark, die Streckenprofile und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genau zu analysieren.

Rückblick auf den WINDOR EnergieTisch

Beim EnergieTisch standen drei unterschiedliche Perspektiven im Mittelpunkt:

  • Erfahrungsberichte zum Aufbau von Ladehubs für E-Lkw und E-Busse durch WIETHOLT Nutzfahrzeuge
  • Vorstellung der geplanten Bio-LNG-Tankstellen in Dorsten
  • Einordnung der Technologien Batterie, Wasserstoff und alternativer Kraftstoffe einschließlich Fördermöglichkeiten und Total Cost of Ownership (TCO) durch DMT Energy Engineers

Die Veranstaltung machte deutlich, dass alternative Antriebe längst kein Zukunftsthema mehr sind. Viele Unternehmen befinden sich bereits mitten in der Transformation ihrer Fahrzeugflotten.

Warum Unternehmen sich jetzt mit alternativen Antrieben beschäftigen sollten

Noch vor wenigen Jahren wurden alternative Antriebe häufig ausschließlich unter Nachhaltigkeitsaspekten diskutiert. Heute stehen zunehmend wirtschaftliche Faktoren im Vordergrund.

Mehrere Entwicklungen erhöhen den Handlungsdruck:

  • steigende CO₂-Kosten auf fossile Kraftstoffe
  • strengere CO₂-Flottengrenzwerte für Fahrzeughersteller
  • zunehmendes Angebot emissionsfreier Nutzfahrzeuge
  • Förderprogramme für Fahrzeuge und Infrastruktur
  • langfristig sinkende Betriebskosten vieler alternativer Antriebe

Nach Einschätzung von DMT Energy Engineers werden insbesondere steigende CO₂-Preise Dieseltransporte in den kommenden Jahren deutlich verteuern. Gleichzeitig wächst das Angebot an batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen kontinuierlich.

Für Unternehmen bedeutet das:

Wer frühzeitig Erfahrungen sammelt, kann Investitionen besser planen und Wettbewerbsvorteile aufbauen.

Welche alternativen Antriebe stehen heute zur Verfügung?

Im Schwerlastverkehr kristallisieren sich derzeit drei Technologien her. Jede dieser Lösungen besitzt eigene Stärken und eignet sich für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Batterieelektrische Lkw

Batterieelektrische Lkw eignen sich besonders für regionale Transporte mit festen Touren und planbaren Ladezeiten. Sie verursachen lokal keine Emissionen, arbeiten leise und überzeugen durch niedrige Energie- und Wartungskosten. Voraussetzung ist jedoch eine passende Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort.

Wasserstoff-Lkw

Wasserstofffahrzeuge spielen ihre Stärken vor allem im Fernverkehr aus. Kurze Betankungszeiten, hohe Reichweiten und eine geringe Einschränkung der Nutzlast machen sie insbesondere für lange Strecken interessant. Mit dem wachsenden Tankstellennetz und neuen Förderprogrammen gewinnt diese Technologie zunehmend an Bedeutung.

Bio-LNG

Bio-LNG bietet Unternehmen eine klimafreundlichere Alternative zum Diesel, ohne dass sich die gewohnten Betriebsabläufe grundlegend ändern müssen. Die Technologie ist bereits praxiserprobt und überzeugt durch hohe Reichweiten sowie eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung (TCO). Mit den geplanten Bio-LNG-Tankstellen in Dorsten könnte die Region künftig zusätzlich von einer leistungsfähigen Versorgungsinfrastruktur profitieren.

So gelingt die Umstellung des Fuhrparks

Ein häufiger Fehler besteht darin, Fahrzeuge eins zu eins durch alternative Antriebe ersetzen zu wollen.

Beim EnergieTisch stellte DMT Energy Engineers einen strukturierten Prozess vor, der sich in der Praxis bewährt hat:

  1. Analyse des bestehenden Fuhrparks
    Welche Fahrzeuge legen welche Strecken zurück? Welche Touren sind bereits heute elektrifizierbar?
  2. Bewertung der Einsatzprofile
    Reichweiten, Standzeiten und Beladung entscheiden darüber, welche Technologie geeignet ist.
  3. Planung der Infrastruktur
    Lade- oder Tankinfrastruktur sollte frühzeitig mitgedacht werden – idealerweise bereits für den späteren Endausbau.
  4. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (TCO)
    Erst die Gesamtkosten zeigen, welche Lösung langfristig wirtschaftlich ist.
  5. Schrittweise Umsetzung
    Die Umstellung erfolgt meist in mehreren Etappen und nicht mit einem kompletten Austausch der Flotte.

Förderprogramme bieten attraktive Unterstützung

Die Transformation des Schwerlastverkehrs wird derzeit durch verschiedene Förderprogramme begleitet. Je nach Technologie können sowohl Fahrzeuge als auch die notwendige Infrastruktur finanziell unterstützt werden. Welche Förderung sinnvoll ist, hängt immer vom jeweiligen Projekt und der geplanten Investition ab. Deshalb empfiehlt sich eine individuelle Prüfung bereits in der Planungsphase.

Fazit: Es gibt nicht den einen richtigen Antrieb

Der WINDOR EnergieTisch hat deutlich gemacht: Die Zukunft des Schwerlastverkehrs wird technologieoffen sein.

Batterieelektrische Fahrzeuge, Wasserstoff und Bio-LNG sind keine konkurrierenden Lösungen, sondern ergänzen sich je nach Einsatzgebiet. Während E-Lkw bereits heute viele regionale Transporte wirtschaftlich abdecken können, bieten Wasserstoff und Bio-LNG Vorteile bei hohen Reichweiten oder speziellen Transportanforderungen.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Wer sich frühzeitig mit den Möglichkeiten beschäftigt, schafft die Grundlage für wirtschaftliche Investitionsentscheidungen und kann auf zukünftige Markt- und Regulierungsentwicklungen flexibel reagieren.

Sie möchten sich zur Mobilitätswende austauschen?

Der WINDOR EnergieTisch bietet regelmäßig eine Plattform, auf der Unternehmen, Experten und regionale Akteure aktuelle Entwicklungen rund um Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität diskutieren.

Wenn Sie mehr über zukünftige Veranstaltungen erfahren oder Fragen zu den vorgestellten Themen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder informieren Sie sich über weitere Beiträge auf unserer Website.

Sie möchten sich zum Thema alternative Antriebe austauschen oder stehen vor der Herausforderung, Ihren Fuhrpark zukunftssicher auszurichten? Sprechen Sie uns gerne an – wir unterstützen Sie bei der Lösungsfindung und vernetzen Sie mit den passenden Ansprechpartnern.

Günter Kesselmann

E-Mail: kesselmann@win-dor.de

Telefon: +49 (0) 23 62 66 36 73

Neues WINDOR Projekt- Ausbildung im Quartier

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By Kathrin Maistrak,

Freie Ausbildungsplätze auf der einen, junge Menschen ohne passende Perspektive auf der anderen Seite: Dieses Passungsproblem ist im Dorstener Ausbildungsmarkt deutlich spürbar. Allein im Jahr 2024 blieben in Dorsten rund 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsstellen unbesetzt. Mit dem Projekt „Ausbildung im Quartier“ setzt die Wirtschaftsförderung in Dorsten GmbH (WINDOR) genau hier an: Es sollen Schülerinnen und Schüler und Unternehmen im direkten Lebens- und Arbeitsumfeld enger miteinander in Kontakt gebracht werden, Unternehmen sollen sichtbar werden.

Unternehmen bewegen und Berufsorientierung dort stärken, wo Jugendliche zuhause sind

Unter dem Titel „Unternehmen bewegen – Berufsorientierung verbessern – Wege in die berufliche Zukunft gemeinsam gestalten“ startet das vom Land NRW und der Europäischen Union geförderte Projekt am 1. Januar 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2028. Im Mittelpunkt steht der lokale, quartiersbezogene Ansatz: An den beiden Schulstandorten Neue Schule Dorsten und Gesamtschule Wulfen sollen gemeinsam mit Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft neue, praxisnahe Angebote zur beruflichen Orientierung entwickelt und erprobt werden – ergänzend zu bereits bestehenden schulischen Standardangeboten wie Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung und Praktika.

Im Fokus stehen dabei besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich im wirtschaftlichen Wandel befinden oder aktiv an Transformationsprozessen mitwirken – etwa in den Bereichen Klimaneutralität, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung. Sie sollen dabei unterstützt werden, sich Jugendlichen frühzeitig als attraktive Ausbildungsbetriebe zu zeigen, eigene Praktikums- und Ausbildungsangebote weiterzuentwickeln und in engem Austausch mit Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu treten.

Gemeinsam entwickeln und neue Wege gehen

Das Projekt wünscht Dialog und Beteiligung: Unternehmen, Schulen, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie weitere Akteure aus dem Übergang Schule/Beruf – etwa die Agentur für Arbeit und ehrenamtlich Engagierte erarbeiten gemeinsam neue Formate. Denkbar sind unter anderem enger begleitete Praktikumskonzepte, regelmäßige Kontaktmöglichkeiten zwischen Betrieben und Jugendlichen, Workshops zur Praktikums- und Berufsvorbereitung oder die stärkere Einbindung von Unternehmen in den Schulalltag. Ziel ist es, aus positiven Praktikumserfahrungen echtes Ausbildungsinteresse entstehen zu lassen und so Schülerinnen und Schüler bei einer fundierten, selbstbestimmten Berufswahl zu unterstützen.

Am Ende der Projektlaufzeit soll ein praxiserprobter Leitfaden stehen, der Checklisten, Best-Practice-Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen insbesondere für Unternehmen enthält.

„Ausbildung gelingt vor allem dort, wo junge Menschen und Unternehmen einander wirklich kennenlernen. Genau das wollen wir mit ‚Ausbildung im Quartier‘ vor Ort in Dorsten ermöglichen – ganz konkret, im direkten Umfeld der Schulen.“ Ulla Busch, Projekt „Ausbildung im Quartier“, WINDOR

Auch Arno Schade, bei der WINDOR zuständig für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, betont die Bedeutung des Projekts für den Ausbildungsstandort Dorsten: Fachkräftesicherung beginne bereits in der Schule – und gerade lokal ansässige Unternehmen böten enormes, bislang zu wenig genutztes Potenzial, um Jugendliche für eine Ausbildung vor Ort zu begeistern.

Markt der Möglichkeiten an der Neuen Schule Dorsten – Ausbildung im Quartier (AiQ)

Am Freitag, den 10 Juli 2026, hat ein „Markt der Möglichkeiten“ für Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs stattgefunden und Jugendliche konnten sich einen Überblick verschaffen darüber, welche Angebote zur beruflichen Orientierung nach den Sommerferien anstehen. Mit dem 9ten Jahrgang steigen Jugendliche der Neuen Schule Dorsten verstärkt in ihre Berufsorientierung ein und vor Ostern 2027 machen sie ihr erstes mehrwöchiges Praktikum in einem Unternehmen.
Gemeinschaftlich mit dem Stubo-Team der Schule ist die Idee entstanden mehr Praxis in der 9ten Klasse anzubieten und Workshops in den Bereichen Verkauf &Handel, Handwerk & Gestalten, Handwerk, Technik & Programmieren können von den SuS ausgewählt werden. Neben den Standard KAoA Angeboten und der Berufsberatung der Arbeitsagentur gibt es im Rahmen des Projektes AiQ neue und auch kreative Möglichkeiten die Berufsorientierung zu verbessern und interessiertere Unternehmen können mitmachen und ihre Kontakte zur Schule ausbauen.